An(ge)dacht                                                     
von Gerlinde Fritzsch


 

Inflation – dieses Wort wird meistens mit Geld in Verbindung gebracht, und es hat in diesem Land eine Zeit gegeben, wo manche ihr ganzes mühsam erspartes Geld in kurzer Zeit verloren haben. Es war auf einmal fast nichts mehr wert. Aber wir kennen auch die schleichende Inflation, wo Abwertung langsamer geht.  Doch nicht nur bei Geld gibt es Inflation, sondern z.B. auch bei Worten, wo wertvolle Worte zu häufig und gedankenlos benutzt und dabei immer wertloser werden. So ein Wort finden wir im  Monatsspruch für Juli, wo es heißt:

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.
(Phil. 1,9)

 Das Wort „Liebe“ – man kann gar nicht alles benennen, wo und für was es alles benutzt wird, schade! Dabei ist es ein unbeschreiblich starkes Wort. Im Korintherbrief spricht Paulus sogar davon, dass die Liebe das Einzige ist, was das Zeitliche überdauert und in Ewigkeit bleibt. Im 13. Kapitel dieses Briefes beschreibt Paulus, was er mit Liebe  meint, und viele erkennen darin das, was Jesus ganz praktisch vorgelebt hat. Der Monatsspruch kann uns Anregung sein, ganz neu über dieses Wort nachzudenken, neue Erkenntnisse zu gewinnen und gute Erfahrungen zu machen.